
m Angebot des Installateurs steht ein Wort, das Sie noch nie gelesen haben. Performance Ratio. Darunter eine Zahl mit zwei Nachkommastellen, daneben ein Preis. Ob beides zusammenpasst, lässt sich in diesem Moment nicht sagen.
Für genau diesen Moment ist dieser Bereich gemacht. Er beschreibt keine Anwendung – kein Dach, kein Grundstück, kein Wohnmobil. Er erklärt, was hinter den Wörtern und Zahlen steckt, die in allen anderen Bereichen vorkommen.
Vier Fragen kehren dabei immer wieder. Was kostet es,
was bringt es, und wer beteiligt sich daran – das ist die Geldseite. Warum wird aus Licht überhaupt Strom – das ist die Physik. Was tut dieses summende Kästchen an der Kellerwand – das ist die Technik. Und was muss wem gemeldet werden, bevor die Anlage laufen darf – das ist die Bürokratie.
Manches davon lesen Sie am Stück, weil eine Entscheidung ansteht. Anderes schlagen Sie in zwei Minuten nach, weil ein einzelner Begriff im Weg steht. Für beides gibt es hier einen eigenen Weg.
I.Fünf Zugänge
Ein Angebot vergleichen können Sie erst, wenn die Wörter darin keine Rätsel mehr sind.
Der Stoff ist in fünf Bereiche geordnet. Vier davon führen in ein Thema hinein und erklären es der Reihe nach. Der fünfte ist zum Nachschlagen da und beantwortet genau eine Frage: Was bedeutet dieses Wort?
Was es kostet, was es einbringt
– Preise, Einspeisevergütung, Steuern, Förderung und die Frage nach der Amortisation.
weiterlesen– Photovoltaischer Effekt, Wirkungsgrad, Ertrag und der Einfluss von Wetter und Jahreszeit.
weiterlesenLesenswert, in den anderen Lebenswelten:
Wer nicht nachschlagen, sondern anwenden möchte, findet die Anlagen selbst unter Haus, Freiland, Unterwegs und Alltag.
II.Was es kostet, was es einbringt
Photovoltaik ist zuerst eine Rechnung: eine größere Ausgabe am Anfang, danach zwei Jahrzehnte kleiner Gutschriften. Ob diese Rechnung aufgeht, hängt an wenigen Größen – am Preis je Kilowatt Leistung, am Anteil des Stroms, den Sie selbst verbrauchen, an der Vergütung für den Rest und an dem, was Netzstrom Sie ohne die Anlage kosten würde.
Dazu kommt, was der Gesetzgeber regelt: die Einspeisevergütung nach dem EEG, Umsatz- und Einkommensteuer, Förderprogramme von Bund, Ländern und einzelnen Kommunen. Diese Regeln ändern sich häufiger als die Technik. Die Texte hier nennen deshalb, worauf eine Zahl beruht und wann sie zuletzt geprüft wurde.
Zu Geld, Vergütung und Steuern
III.Warum aus Licht Strom wird
In einer Solarzelle löst Licht Elektronen aus ihrer Bindung; eine eingebaute Grenzschicht – der p-n-Übergang – sorgt dafür, dass sie alle in dieselbe Richtung wandern. Aus dieser Wanderung wird Gleichstrom. Mehr ist der photovoltaische Effekt im Kern nicht, und weil er ohne bewegte Teile auskommt, halten Module Jahrzehnte durch.
Interessant wird es bei den Abzügen. Wärme kostet Leistung, Verschattung kostet mehr, als die verschattete Fläche vermuten lässt, Ausrichtung und Neigung verschieben den Ertrag über den Tag und über das Jahr. Wer diese Zusammenhänge kennt, liest jede Ertragsprognose mit anderen Augen.
IV.Was in den Kästen steckt
Zwischen Modul und Steckdose liegen mehrere Bauteile, und jedes hat eine Aufgabe, die Sie kennen sollten, bevor es um Marken und Preise geht. Das Modul erzeugt Gleichstrom. Der Wechselrichter macht daraus Wechselstrom und sucht dabei laufend den Arbeitspunkt mit der höchsten Leistung. Der Zähler misst, was ins Netz geht und was daraus zurückkommt. Ein Speicher verschiebt Strom vom Mittag in den Abend.
Die Unterschiede zwischen den Bauarten – Glas-Glas oder Glas-Folie, String- oder Modulwechselrichter, AC- oder DC-gekoppelter Speicher – klingen technisch, und das sind sie auch. Auf dem Angebot stehen sie trotzdem, und sie bestimmen Preis, Ertrag und Lebensdauer mit.
V.Was gemeldet werden muss
Eine Photovoltaikanlage ist angemeldet, bevor sie Strom liefert. Der Netzbetreiber will vorher wissen, was an sein Netz geht, und tauscht in aller Regel den Zähler. Nach der Inbetriebnahme folgt die Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur – für jede Anlage, auch für das Balkonkraftwerk, auch für einen später nachgerüsteten Speicher.
Dazu kommen die Fälle, die nicht jeden treffen: die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft, die Landesbauordnung bei Fassaden und Freiflächen, der Denkmalschutz. Nichts davon ist schwierig, wenn die Reihenfolge klar ist. Ärgerlich wird es erst, wenn ein Schritt nachträglich auffällt.
Zu Anmeldung, Fristen und Formularen
VI.Das Lexikon
Das Lexikon beantwortet die kleinste Form der Frage: Was bedeutet dieses Wort? Jeder Eintrag beginnt mit einer Definition in ein, zwei Sätzen, ordnet den Begriff kurz ein und führt dann weiter – zu verwandten Begriffen und in den Ratgeber, in dem er eine Rolle spielt.
Es wächst mit dieser Seite. Neue Einträge kommen laufend hinzu, ältere werden nachgeschärft, sobald sich eine Regel ändert. Drei Wege führen hinein: das Suchfeld in der Seitenspalte, wenn Sie den Begriff kennen; das alphabetische Verzeichnis, wenn Sie ihn nur ungefähr kennen; und die Links im laufenden Text, wenn Sie ihn erst beim Lesen brauchen.
Praxis-Tipp: Wenn ein Angebot vor Ihnen liegt, gehen Sie es einmal mit dem Lexikon daneben durch und markieren jedes Wort, das Ihnen fremd ist. Meist ist es nur eine Handvoll – und danach lesen Sie dasselbe Blatt anders.
VII.Häufige Fragen
Wo fange ich an, wenn ich von Photovoltaik noch gar nichts weiß?
Muss ich meine Anlage anmelden – auch eine kleine?
Wie aktuell sind die Angaben zu Vergütung und Förderung?
Worin unterscheiden sich Lexikon und Ratgeber?
VIII.Quellen & Hinweise
- Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland
- Bundesnetzagentur: Marktstammdatenregister
- Umweltbundesamt: Erneuerbare-Energien-Gesetz
- Clearingstelle EEG|KWKG: EEG 2023 – Arbeitsausgabe
- Verbraucherzentrale: Marktstammdatenregister – was Sie wissen müssen
Hanns-Stefan Finke
Ich schreibe seit 2009 über Photovoltaik. Damals fing es als kleiner Online-Rechner an, heute sind es Hunderte Artikel, die monatlich von Tausenden Lesern abgerufen werden. Ich finanziere die Website durch die Vermittlung von Photovoltaik-Projekten – Anlagen verkaufe ich nicht selbst. So bleibe ich, was ich sein will: jemand, der die Sache unabhängig erklärt.
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